BNE im ländlichen Raum: Was Kommunen hilft

Foto einer Blumenwiese mit einer Biene im Vordergrund

Ländliche Räume sind vielfältig – und stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn es um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) geht. Große Distanzen, dünne Infrastruktur und eine oft schrumpfende Bevölkerung erschweren den Zugang zu Bildungsangeboten. Gleichzeitig bieten ländliche Regionen einzigartige Chancen: Naturverbundenheit, starke Gemeinschaften und traditionelle Strukturen können als Grundlage für lebendige BNE dienen. Korbinian Biller und Greta Wulfekötter zeigen in der FABINEK-Publikation "Von Erreichbarkeit bis Vernetzung", wie Kommunalverwaltungen, Bildungsakteur:innen und zivilgesellschaftliche Gruppen diese Potenziale nutzen und Hürden überwinden können.

Hürden im ländlichen Raum

Die größten Herausforderungen für BNE im ländlichen Raum sind Erreichbarkeit, Nachfrage und Angebotsdichte. Viele Menschen können Bildungsorte aufgrund schlechter ÖPNV-Anbindung oder digitaler Lücken nicht erreichen. Selbst wenn Angebote existieren, fehlt es oft an Teilnehmenden – sei es wegen mangelnder Information oder fehlender Mobilität, besonders bei Jugendlichen. Zudem tragen ehrenamtliche Initiativen zwar viel, sind aber nicht immer nachhaltig gesichert.

Potenziale und Lösungen für BNE

Trotz dieser Hürden gibt es erfolgreiche Ansätze. Netzwerke sind zentral: Großschutzgebiete wie Biosphärenreservate oder Volkshochschulen können als Knotenpunkte fungieren, um lokale Akteur:innen zu verknüpfen. Großschutzgebiete sind sogar gesetzlich zur BNE verpflichtet und verfügen über Erfahrung und Ressourcen. Kooperationen zwischen Verwaltung, Schulen, Vereinen und Wirtschaft schaffen Synergien – etwa bei Projekten zu regionaler Wertschöpfung oder Naturschutz. Digitale und mobile Formate wie Online-Kurse oder „fahrende“ Workshops helfen, Barrieren zu überwinden. Besonders wichtig ist die Einbindung Jugendlicher: Wenn sie selbst Ideen entwickeln, steigt ihre Motivation zur Teilnahme.

Für die Praxis bedeutet das: Auf standortangepasste Lösungen setzen, bestehende Strukturen wie Volkshochschulen oder Vereine nutzen, und Zielgruppen aktiv einbeziehen. Korbinian Biller und Greta Wulfekötter liefern Best-Practice-Beispiele und Argumente, warum BNE im ländlichen Raum spezifische Förderung braucht. 

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(Text erstellt mit Hilfe von KI/ Mistral AI)