Die Fachstelle forscht zu Themenbereichen rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und berät die regionalen Entwicklungsagenturen für kommunales Bildungsmanagement (REAB). Diese begleiten wiederum Städte und Gemeinden vor Ort dabei, Strukturen, Prozesse und Themen des kommunalen Bildungsmanagements umzusetzen.
Dafür stützt sich das Team der Fachstelle u.a. auf die Erkenntnisse des Projekts BNE-Kompetenzzentrum, das von 2020 bis 2025 knapp 50 Modellkommunen bundesweit bei der systematischen Weiterentwicklung und Implementierung von BNE auf lokaler Ebene begleitet hat.
FABINEK ist Teil des Fachnetzwerks für Kommunales Bildungsmanagement, zu dem neben den REABs außerdem vier weitere thematisch orientierte Fachstellen gehören.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Hintergrund
Im Rahmen der „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ mit ihren 17 Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals SDG) stellt Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur ein Unterziel im SDG 4 (Bildung) dar, sondern ist selbst als Werkzeug zur Erreichung der 17 Ziele und einer nachhaltigen Transformation zu verstehen.
Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung formuliert dabei Kommunen als wesentlichen Ort zur Umsetzung von BNE. Kommunen spielen nicht nur für gelingende Bildungsbiographien und die Verwirklichung individueller Chancen allgemein eine zentrale Rolle, sondern sie sind auch der einzige Ort, an dem allen Menschen gleichzeitig Bildungsangebote hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung unterbreitet werden können. Im Rahmen des kommunalen Bildungsmanagements können u.a. strategische Ziele formuliert und verfolgt werden, Vernetzung mit BNE-Anbietenden gefördert und Bildungsdaten analysiert werden, um passgenaue Bildungsangebote zu entwickeln. Um Kommunen bei dieser komplexen Aufgabe zu unterstützen, bereitet die Fachstelle benötigtes Wissen auf und speist dieses unter anderem zielgruppengerecht in das Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement ein.
Konzeption und Fragestellung
Das Gesamtziel der Fachstelle für Bildung für nachhaltige Entwicklung (FABINEK) ist die Gewinnung, Sammlung, wissenschaftliche Analyse, Aufbereitung und Dissemination von Wissen und Konzepten mit Blick auf eine gelingende strukturelle Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in kommunalen Bildungslandschaften sowie die Entwicklung von Handlungskonzepten und Transferprodukten/-formaten für diesen Prozess.
In diesem Rahmen gilt es, die folgenden Fragen zu bearbeiten:
- Welche Wissensinhalte zu kommunalen BNE-Bildungslandschaften gilt es im und für das Fachnetzwerk zu analysieren und aufzubereiten?
- Wie lassen sich geeignete Formate für inter- und intrakommunalen Austausch und Transfer hinsichtlich BNE etablieren?
- Wie lässt sich eine agile Strategie-, Organisations- und Changeberatung der Kommunen hinsichtlich BNE umsetzen, die den Partizipationsbedürfnissen der relevanten kommunalen Stakeholder Rechnung trägt?
- Wie lassen sich Akteurinnen und Akteure, vor allem der außerschulischen Bildung und aus der Zivilgesellschaft, hinsichtlich BNE einbeziehen?
Methodisches Vorgehen
Die Arbeit der Fachstelle bezieht ihr Wissen sowohl aus der Analyse von Sekundärdaten als auch aus bedarfsorientierten quantitativen Erhebungen. So ist vorgesehen, sowohl den Forschungsstand zur Implementierung von BNE in der Kommune als auch Praxisdiskurse aus BNE zu erfassen und aufzubereiten. Dazu gehören auch konkrete Beispiele guter Praxis aus Kommunen. Die bereits im BNE-Kompetenzzentrum gesammelten Daten aus den Modellkommunen bieten dabei einen reichen Fundus, der im Sinne des gesamten Fachnetzwerks aufbereitet werden kann.
Gemeinsam mit den anderen Fachstellen sollen Konzepte für die Verbindung von BNE zu weiteren kommunalen Handlungsfeldern (z.B. Ganztag, Fachkräftesicherung, Digitalisierung) entwickelt werden.
Über Qualifizierungen, Inputs, Podcasts und Publikationen sowie Formate wie kollegiale Einzelfallberatungen und gemeinsame Workshops soll das erarbeitete Wissen in die Wissenschaftscommunity, ins Fachnetzwerk und an die Kommunen weitergegeben werden.
Team






Julia Solinski

