Sind Kooperationen den Aufwand wert?
In der Publikation „Was treibt die Zusammenarbeit zu BNE an, was hemmt sie? Die Sicht der kommunalen Akteur:innen“ (2025) analysiert Tatjana Mögling die Dynamiken der Vernetzung in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Basierend auf qualitativen Interviews mit 53 Expert:innen identifiziert die elfseitige Studie zentrale Erfolgsfaktoren, wie klare Zielvereinbarungen, ein geteiltes BNE-Verständnis und eine offene Kommunikationskultur. Besonders hervorgehoben wird, dass gelingende Kooperationen auf der Kombination unterschiedlicher Stärken beruhen – etwa dem Fachwissen zivilgesellschaftlicher Akteur:innen und den Ressourcen der Kommunalverwaltung.
Gleichzeitig benennt Mögling typische Hemmnisse: Ressourcenmangel, bürokratische Hürden und langwierige Abstimmungsprozesse bremsen Projekte aus. Konkurrenzdenken, die Angst vor Wissensabfluss oder unterschiedliche Arbeitskulturen führen zu Spannungen, insbesondere zwischen hierarchischen Verwaltungen und flexiblen Initiativen.
Die Autorin zeigt auf, wie diese Herausforderungen durch frühzeitige Klärung von Rollen, verbindliche Absprachen und eine vermittelnde Instanz – etwa die Kommunalverwaltung – überwunden werden können.
Die Studie bietet eine praxisnahe Perspektive und liefert kommunalen Akteur:innen konkrete Ansätze, um BNE-Netzwerke zu stärken. Möglings Fazit, dass Zusammenarbeit vor allem dann gelingt, wenn alle Beteiligten bereit sind, voneinander zu lernen und Ressourcen zu teilen, unterstreicht die Bedeutung einer vertrauensvollen und lösungsorientierten Kooperationskultur.
