UNESCO-Leitfaden für nachhaltige Gemeinden erschienen

Foto aus der Vogelperspektive von einem einzelnen grünen Baum inmitten eines braunen Feldes.

Der am 14. November auf Englisch erschienene Leitfaden „Greening communities guidance“ der UNESCO hebt die Bedeutung von lebenslangem Lernen als zentrales Instrument für die Entwicklung klimaresilenter und nachhaltiger Gemeinschaften hervor. 

Angesichts der Tatsache, dass weltweit 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen in Regionen leben, die besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels sind, wird deutlich, dass Bildung nicht auf formale Schulstrukturen beschränkt bleiben darf. Stattdessen gilt es, Lernmöglichkeiten in nicht-formalen und informellen Kontexten zu schaffen, die sich an den kulturellen und sozialen Gegebenheiten vor Ort orientieren.

Akteure der Klimabildung: Wer kann Lernangebote gestalten?

Ein zentrales Anliegen der rund 100 Seiten umfassenden Publikation ist die Frage, wer Lernangebote für „grüne Gemeinschaften“ bereitstellen kann. Hier werden Akteure wie Kommunalverwaltungen, Nichtregierungsorganisationen, Bildungsinstitutionen und lokale Initiativen als potenzielle Multiplikator:innen identifiziert, die durch ihre Arbeit Klimabildung in die Breite tragen können. Darüber hinaus wird thematisiert, wo Lernen in der Gemeinschaft stattfinden kann – sei es in Bibliotheken, Gemeinschaftszentren, auf digitalen Plattformen oder in anderen öffentlichen Räumen, die als Lernorte genutzt werden können.

Inhalte und Methoden: Was sollte vermittelt werden – und wie?

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Inhalte vermittelt werden sollten und wie dies effektiv geschehen kann. Der Leitfaden empfiehlt, Themen wie Klimawissen, nachhaltige Praktiken und partizipative Methoden in den Vordergrund zu stellen. Besonders betont wird dabei die Notwendigkeit, alle Altersgruppen einzubeziehen und praxisnahe, interaktive Ansätze zu nutzen, die das Gelernte direkt anwendbar machen.

Beteiligung von FABINEK

FABINEK-Projektleiterin Lea Schütze war an der Erstellung beteiligt und sieht das Dokument als praxisnahe Hilfestellung für die Verankerung von nachhaltigen Lernprozessen vor Ort. Denn für die Entwicklung einer lokal angepassten „grünen Lernstrategie“ bietet die Publikation konkrete Schritte an, die von der Bedarfsanalyse über die Zielsetzung bis hin zur Mobilisierung von Ressourcen reichen. Abschließend wird aufgezeigt, wie ein umsetzbarer Aktionsplan erstellt werden kann, um Klimabildungsinitiativen nachhaltig in der Gemeinschaft zu verankern.