BNE-Bildungslandschaft

BNE in Krisenzeiten

Zu den Wirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs auf kommunale BNE-Prozesse

Krisen sind nichts Neues. Auch die Abfolge oder das Zusammentreffen bzw. die Überlagerung verschiedener Krisen hat es historisch schon gegeben. Unsere Gegenwart ist nun offensichtlich dadurch charakterisiert. Bereits im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 ff. kam der Begriff der Multikrise auf, um das Zusammentreffen unterschiedlicher Krisen bzw. auch deren Interaktion bzw. gegenseitigen Verstärkung zu beschreiben (Brand 2009). 

Während der Corona-Pandemie wurde der Begriff vom amerikanischen Wirtschaftshistoriker Adam Tooze aufgegriffen und popularisiert. Er spricht von einer „Krise der Globalisierung“ bzw. „Polykrise“, die schon mit der Finanzkrise 2007 ff. begann und die sich auf verschiedenen Ebenen entfaltet - global, national und regional. Diese Krise gestaltet sich heterogen: 

„In ihr überschneiden sich Kriege, geopolitische Spannungen, die Klimakrise, eine Pandemie wie auch massive Spannungen im Weltwirtschaftssystem. Und all diese Herausforderungen potenzieren sich gegenseitig, so dass tatsächlich der Effekt entsteht, dass das Ganze schlimmer ist, als die Folgen der Einzelkrisen für sich alleine betrachtet.“

Tooze 2022, S. 23

Auch für Deutschland lässt sich eine solche Überlagerung von Krisen bzw. eine „Polykrise“ beobachten. So hat etwa Jakubowski diagnostiziert:

 „[...] daß in Deutschland mit der Corona-Pandemie (2020-2022), dem Hochwasser im Ahrtal (2021) und der Energiekrise im Gefolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine (Herbst/Winter 2022/23), Katastrophen, Schocks und Krisen in immer engerer Taktung auftreten“.

Jakubowski 2020, S. 20

Die Corona-Pandemie hatte in den Jahren 2020 bis 2022 einen starken Einfluss auf das gesellschaftliche Leben in Deutschland. Vor allem die Lockdowns 2020 und 2021/22 hatten einschneidende Konsequenzen in vielen gesellschaftlichen Bereichen, wie etwa dem Bildungswesen. Angesichts der Corona-Pandemie wurde vor einem „Bildungsabsturz“ (Hartung/Kerstan 2021) gewarnt und davor, dass die Kinder während der Lockdowns zu wenig lernen würden und die Pandemie Bildungsungleichheiten verstärken würde. Die deutsche UNESCO-Kommission prophezeite gar, die „Corona-Pandemie verursacht [eine] globale Bildungskrise“ (Deutsche UNESCO 2022). 

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine (im Folgenden wird der Einfachheit halber von Ukrainekrieg gesprochen, dieser Begriff wurde meist auch von den Expert:innen in den Interviews verwendet) hat auf einen Schlag eine neue politische Lage in Europa geschaffen und war mit unterschiedlichen und einschneidenden Herausforderungen verbunden. Im ersten Kriegsjahr 2022 flüchteten allein ca. 1 Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland. Davon waren ca. 200.000 Kinder und Jugendliche, die in Kitas bzw. Schulen aufgenommen und integriert werden mussten. Das hat das ohnehin angespannte und durch die Pandemie gestresste deutsche Bildungssystem erneut vor große Herausforderungen gestellt. Nunmehr wurde befürchtet, dass die „deutsche Bildungskrise“ eskalieren werde (Klauth 2022). Der Ukrainekrieg hat zudem eine Energiekrise ausgelöst und zu unterschiedlichen wirtschaftlichen Problemen geführt, wie insbesondere steigenden Energiepreisen. All das ist an den kommunalen BNE-Prozessen nicht spurlos vorübergegangen, sondern hat diese in ganz unterschiedlicher Weise beeinflusst. 

Das wurde in den Interviews im Kontext der Bewältigung von Problemen bzw. Schwierigkeiten im kommunalen Umsetzungsprozess von BNE angesprochen. Die Datengrundlage für die folgenden Darstellungen sind die erste und zweite Welle der qualitativen Interviews mit Expert:innen (erste Welle:53 leitfadengestützte Interviews im Jahr 2021; zweite Welle: 48 leitfadengestützte Interviews im Jahr 2022) in 15 Kommunen (für nähere Informationen zur Datengrundlage siehe Methodenbericht). Die Aussagen zur Pandemie und zum Ukraine-Krieg aus den beiden Interview-Wellen mit Expert:innen aus den 15 Kommunen werden in den beiden aufeinander folgenden Abschnitten zusammengefasst. Abschließend wird die Entwicklungsdynamik zwischen den beiden Welle dargestellt und ein Fazit gezogen.

Die Corona-Pandemie

Positive Effekte der Corona-Pandemie 

Vorausschickend sei darauf verwiesen, dass viele der Interviewpersonen die Pandemie nicht als positiv empfunden haben, sondern ihre problematischen Aspekte und Einschränkungen betonten. Überraschend haben sich jedoch auch positive Effekte ergeben, die im Folgenden benannt werden. 

Digitalisierung

Die Digitalisierung wird generell als erfreuliche Begleiterscheinung der Pandemie benannt, das kommt in praktisch allen Fällen vor (z.B. die Gewöhnung an die Videokonferenzen, der Wegfall von Wegezeiten, der professionelle Umgang mit Videokonferenzen u.a. Aspekte): „Das hat die Sache eher beschleunigt und vereinfacht, als dass es sie behindert hätte, dass wir uns nicht persönlich treffen konnten“ (Kommunalverwaltung, 2021). Es war aber für die gesamte Verwaltung eine große Herausforderung, die Digitalisierung voranzutreiben. Und bedeutete zunächst zeitlichen Verlust, da die Digitalisierung erst noch in den Ämtern und Abteilungen vorangebracht werden musste. Verwiesen wurde auch darauf, dass neue Angebote in der Verwaltung besser nachgefragt werden, da sie online angeboten werden (Kommunalverwaltung, 2021). Es wurde auch über höhere Teilnehmendenzahlen bei Online-Bildungsangeboten berichtet, sodass beispielsweise „statt 20/25 jetzt 150 Teilnehmer“ teilnahmen (Bildungseinrichtung, 2022). Die Absage von Präsenzveranstaltungen wurde aber von einigen Interviewpersonen auch problematisch gesehen, weil Online-Veranstaltungen kein adäquater Ersatz dafür seien (z.B. Kommunalverwaltung, 2021). 

Legitimationsgewinn 

Ein:e Interviewpartner:in sieht die Bedeutung von BNE durch die Krise in den Mittelpunkt gerückt und erhofft sich ein weitreichenderes Interesse bzw. Verständnis der Öffentlichkeit für die Zusammenhänge zwischen nicht-nachhaltiger Entwicklung und Krisen (Kommunalverwaltung, 2021). Ein:e andere:r Expert:in berichtet, dass die Themen grüner Freiraum und Klimaschutz im Kontext der Pandemie einen neuen Stellenwert bekommen hätten und in einen Bürgerantrag zum Thema Klimaneutralität bis 2035 eingeflossen seien (Kommunalverwaltung 2022). Mehrfach wurde berichtet, dass durch die Pandemie „neue Skills“ erworben wurden und die Resilienz der Kommune gestärkt worden sei (Kommunalverwaltung 2022).

Neue Möglichkeiten zur konzeptionellen Arbeit 

In zwei Fällen wird auf die Möglichkeit zur konzeptionellen Arbeit in der Kommunalverwaltung verwiesen, die durch den Wegfall des operativen Geschäftes geschaffen wurde, weshalb „die Corona-Zeit […] natürlich für uns optimal [war]“ (Kommunalverwaltung 2021). Des Weiteren wurden die moderneren, freieren Arbeitslösungen des Home-Office erwähnt, die die Arbeit erleichtert und flexibler gemacht hätten (Volkshochschule 2022).

Geringe Auswirkungen und Vorwand

In Bezug auf die finanziellen Belastungen und Einschnitte wurde auch darauf verwiesen, dass die Corona-Hilfen der Länder und des Bundes einiges abgefangen hätten, trotz Umplanungen und Komplikationen (Bildungseinrichtung 2021). In zwei Fällen hatten Interviewpartner:innen den Eindruck, dass COVID-19 oftmals als universales Scheinargument gebraucht werde, um die eigentlichen Gründe für Desinteresse oder Inaktivität am BNE-Prozess seitens anderer Akteur:innen zu verschleiern. In einem Fall wurde Corona „problematischer erwartet als es sich im Moment [Sommer 2021] andeutet“ (Kommunalverwaltung 2021). Vereinzelt wurde auch eingeschätzt, dass es unmittelbar keine Auswirkungen gebe, damit jedoch mittel und langfristig zu rechnen sei (Kommunalverwaltung 2022).

Negative Effekte der Corona-Pandemie

Die Interviewpersonen berichteten überwiegend von problematischen bzw. negativen Aspekten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die im Folgenden zusammengefasst werden. 

Verunsicherung 

Viele Äußerungen belegen, dass die Pandemie einen starken Einfluss auf alle Bereiche ausgeübt hat. Im Einzelnen werden etwa allgemein Einschränkungen, Unsicherheiten und Unwägbarkeiten in Bezug auf die Finanzkalkulation, eine allgemeine Verunsicherung sowie Angst vor Haushaltsstreichungen benannt. Teilweise wurden in den Interviews überhaupt keine positiven Aspekte benannt. Es wird auch festgestellt, dass Corona den kompletten Arbeitsalltag durcheinandergebracht hat. Allgemein wird auch der fehlende persönliche Austausch während der Lockdowns beklagt. Mitunter wird darauf hingewiesen, dass digitale Treffen einen hohen Aufwand bedeuteten, aber kaum Verbindlichkeiten schaffen würden. Schließlich wird auch darauf hingewiesen, dass sich Corona negativ auf Kooperationen und Netzwerke ausgewirkt hat (Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft 2021). 

Restriktionen bei Ressourcen

Von Seiten der Verwaltungsakteur:innen werden Einschnitte und Restriktionen bei Geld und Personal sowie Einsparungen und Einstellungsstopps (Kommunalverwaltung 2021) benannt. In Krisensituationen würden Einsparungen an den freiwilligen und nicht an den Pflichtaufgaben vorgenommen, daher sei das Sponsoring für BNE wichtig (Kommunalverwaltung 2022). Mehrfach wird darauf verwiesen, dass Personal für andere Aufgaben abgezogen wird, die in Zusammenhang mit Corona stehen, wie z.B. Krisenstäbe oder Corona-Hotlines. Durch Personal- und Finanzmangel ist es auch zu Absagen von Veranstaltungen gekommen (Bildungseinrichtung 2022).

Unterbrechung und Verlangsamung

Ein spezifischer Aspekt, der mehrfach angesprochen wurde, ist die Geschwindigkeit der BNE-Prozesse in den Kommunen. Durch Corona wurde der BNE-Prozess ausgebremst, in den Kommunen insgesamt und speziell auch in der Verwaltung (Kommunalverwaltung 2022). Corona hat dabei offensichtlich die ohnehin schon langsamen Verwaltungs- und Politikprozesse zusätzlich ausgebremst, den Austausch verzögert und Prozesse formaler gemacht, über mehrere Monate hinweg stockten wichtige Arbeitsprozesse in der Verwaltung. Durch die Abordnungen von Mitarbeitenden kam es zu Unterbrechungen, wie auch durch Stellenwechsel bzw. verspätete Stellenbesetzungen infolge der Pandemie-Maßnahmen (Kommunalverwaltung 2022). 

Durch Corona geriet zudem die Verständigung über Ziele in den Hintergrund, was daran lag, dass die Kommunikation mit Verwaltungsspitze und Politik langwieriger wurde: „Und das geht leider etwas langsamer, als wir uns das wünschen würden. Das liegt zum einen an Corona, aber auch daran, dass im Augenblick auch die Politik hier noch mit vielen anderen Themen beschäftigt ist“ (Kommunalverwaltung 2021). Nach den Lockdowns dauerte es auch, bis die Arbeit und Veranstaltungen wieder anliefen, dazu bemerkt eine Interviewperson:

„Unser Publikum ist wie ein scheues Reh, es ist irgendwie verprellt, und braucht, bis es [...] wieder aus dem Dickicht rauskommt".

Volkshochschule 2022

Einschränkungen im Bildungsbereich

Der Bildungsbereich erfuhr durch die Lockdowns und Corona-Maßnahmen starke Einschränkungen: Schulen und Kitas waren wiederholt geschlossen, Projekte wurden abgesagt, Bildungsangebote reduziert, viele Entwicklungen wurden ausgebremst, die Motivation der Lehrer:innen und Schüler:innen wurde deutlich vermindert. Zitat einer Bildungsakteur:in: ein 

„Großteil meiner Schüler:innen ist in Corona komplett abgetaucht […]  die waren über Monate weg“.

Bildungseinrichtung 2021

Die Leiterin einer Bildungseinrichtung spricht vom Aufgehen einer „Kompetenzen-Schere“: Kinder aus gutsituierten Haushalten konnten im Lockdown bzgl. Sprachentwicklung profitieren; andere Kinder aus bildungsfernen Haushalten konnten nach dem Lockdown sogar schlechter sprechen als vorher (Bildungseinrichtung 2021). BNE-Angebote wurden nicht mehr abgefragt, eine Umstellung auf digitale Angebote konnte teilweise mangels Ressourcen nicht geleistet werden. Bildungsangebote sowie Kursangebote mussten vorübergehend eingestellt werden, in einer Kommune pausierte die Jugendarbeit der Volkshochschule. Verschiedentlich wird eine fehlende Nachfrage nach digitalen Angeboten berichtet.

Beeinträchtigung der Netzwerke

Als negativ werden auch mehrfach die Auswirkungen der Pandemie auf die BNE-Netzwerke beschrieben. So wird berichtet, dass die Netzwerkarbeit durch Corona „lahmgelegt war“, nach Ende der Maßnahmen müssen die Netzwerke „neu belebt bzw. neu aufgebaut werden“ z.B. im Bereich Ehrenamt (Zivilgesellschaft 2022). 

Ein:e Vertreter:in der Kommunalverwaltung stellt fest: 

„Vor Corona hat sich das BNE-Netzwerk 2-3 mal im Jahr getroffen, seit Corona seit zwei Jahren nicht mehr“.

Kommunalverwaltung 2022

In einer Kommune hatte der Ausfall des Runden Tischs gravierende, negative Auswirkungen auf den regelmäßigen Austausch und die Koordination von BNE-Aktivitäten (Bildungseinrichtung 2022). Z.T. kam es auch dazu, dass die Netzwerkarbeit „heruntergefahren“ wurde, weil keine Veranstaltungen stattfinden konnten (Bildungseinrichtung 2022). 

Die unterschiedlichen Aspekte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Positive Aspekte:

  • Digitalisierung
  • Erwerb von neuen (digitalen) Fähigkeiten
  • Die Themen Nachhaltigkeit, Freiraum und Klimaschutz gepusht
  • Möglichkeiten zur konzeptionellen Arbeit

Ambivalente Aspekte:

  • Digitale Bildungsangebote besser besucht, aber kein adäquater Ersatz für Präsenz
  • Weniger problematisch als erwartet

Negative Aspekte:

  • Verunsicherungen, Einschränkungen, Unwägbarkeiten
  • (Angst vor) Kürzungen bzw. Haushaltsstreichungen
  • Fehlender Austausch und mangelnde Verbindlichkeit
  • Lahmlegung von Netzwerken und Kooperationen
  • Abordnung von Personal für Corona-Aufgaben
  • Kürzungen bei Personal, Einstellungsstopps
  • Unterbrechung bzw. Verlangsamung der BNE-Prozesse
  • Starke Einschränkungen im Bildungsbereich durch Schließungen

 

Akteursdifferenzierung

Differenziert nach Akteursebene lassen sich die Befunde zur Pandemie wie folgt zusammenfassen: Verwaltungsakteur:innen äußern sich vor allem über negative Aspekte wie Unsicherheit, Langsamkeit und Personal- sowie Ressourcenmangel. Positiv werden vor allem Aspekte wie rasche Digitalisierung von Abläufen (Treffen, Sitzungen) herausgestellt. Die Corona-Hilfen des Bundes und der Länder scheinen einiges abgefedert zu haben, jedenfalls in der Verwaltung. 

Aus dem Bereich der Bildungseinrichtungen wird darauf verwiesen, dass Corona enormen Einfluss auf die Schulen hatte, der als negativ bewertet wird. 

In der Zivilgesellschaft kam es vor allem zu einem Abbruch der Kontakte untereinander und zu anderen Akteur:innen. Es gab eine allgemeine Unsicherheit: Aktivitäten und insbesondere Netzwerke wurden eingeschränkt bzw. kamen zum Erliegen. Vereinzelt wurde darauf verwiesen, dass sich ehrenamtliche Gruppen aufgelöst hätten. 

Interviewpartner:innen aus der Politik berichteten von einem „permanenten Krisenmodus“ und einem „Gefühl der Dauerüberforderung“ (Politik 2022).

Der Ukrainekrieg und seine Auswirkungen 

Verschiebung der Prioritäten

Der Ukrainekrieg machte sich in Deutschland zuerst und massiv als Migration von Ukrainer:innen nach Deutschland bemerkbar. Die Hilfe bei der Aufnahme und Integration geflüchteter Ukrainer:innen wurde sofort ein aktuelles und zentrales Thema in den Kommunen. In mehreren Kommunen wurden (erneut) Krisenstäbe gebildet: 

"Das hat unglaublich viel Raum im Kopf gekostet, das irgendwie ad hoc alles zu organisieren".

Kommunalverwaltung 2022

Die Auswirkungen des Ukrainekriegs werden vor allem als Problem auf der staatlichen Ebene gesehen, Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel seien durch den Krieg nicht mehr Priorität in der Kommune (Volkshochschule 2022). Durch den Ukrainekrieg sei eine schwierige Lage entstanden: Der Krieg lähme die Menschen, er sei eine große Bedrohung (Volkshochschule 2022). Durch die vom Krieg ausgelöste Migrationswelle haben die Kommunen (erneut) zusätzliche Aufgaben bekommen. Das hat die Weiterentwicklung der BNE-Verstetigung verlangsamt oder, wie es eine Person aus einer Kommunalverwaltung (2022) beschreibt, „der Ukraniekrieg hat unsere Pläne ausgebremst“. Zum Zeitpunkt der Interviews der zweiten Welle (Sommer/Herbst 2022) war das Thema Ukrainekrieg teilweise aber auch "noch nicht so angekommen" (Zivilgesellschaft 2022). Es war auch nicht überall gleich präsent, so gingen die ukrainischen Flüchtlinge eher nach Westdeutschland oder in große Städte und waren in (ostdeutschen) Landkreisen „noch kein zentrales Thema“ (Volkshochschule 2022). Oder es wurde generell eingeschätzt, dass der „Ukrainekrieg derzeit keine Beeinträchtigung oder Herausforderung mit derzeitigen BNE-Angeboten“ darstellt (Bildungseinrichtung 2022). 

Aufnahme und Integration Geflüchteter

Einige Kommunen berichten davon, dass Personal für die Aufnahme und Integration Geflüchteter aus der Ukraine abgestellt werden musste und daher weniger Kapazitäten für BNE vorhanden waren. In dieser Hinsicht sind die Auswirkungen der Fluchtwelle ähnlich, wie die während der Corona-Pandemie (s.o.). Ein spezifisches Problem bzw. eine Herausforderung ist die Aufnahme und Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Kitas und Schulen, davon berichteten mehrere Interviewpersonen. Es gebe plötzlich „zu viele junge Geflüchtete, die die Schulen nicht mehr beschulen können“, das sei eine Überforderung der Schulen wegen Raum- und Lehrer:innenmangels (Bildungseinrichtung 2022). In dem Zusammenhang war auch von einem "Hineinwerfen" ukrainischer Kinder in Klassen ohne Deutschkenntnisse, einer "Friss oder stirb"-Mentalität die Rede (Zivilgesellschaft 2022). Es wird auch von Spannungen berichtet, da die Jugendlichen noch nicht in Deutschland sozialisiert seien, zudem gebe es Spannungen zwischen unterschiedlichen Gruppen von Geflüchteten (Bildungseinrichtung 2022). 

Es wird aber auch mehrfach auf die Erfahrungen der Fluchtmigration von 2015/16 verwiesen: Alle aus der Kommune seien vorbereitet gewesen und hätten aus der Flüchtlingskrise gelernt. In dem Zusammenhang wird auch eine hohe Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit mit den Akteur:innen geäußert, die Netzwerke würden funktionieren, vor allem aufgrund gemeinsamer Vorerfahrungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise 2015/16 (Volkshochschule 2022). 

Finanzielle und personelle Restriktionen

Interviewpersonen aus mehreren Kommunen berichteten davon, dass erneut Personal aus Verwaltungseinheiten abgezogen wurde. Es musste insbesondere für die (Krisen-)Stäbe sowie die Aufnahme der Geflüchteten abgestellt werden. Für die BNE-Prozesse standen vorübergehend weniger oder sogar keine Kapazitäten zur Verfügung. Dasselbe trifft auf die Finanzen zu, hier wird von mehreren Interviewpersonen berichtet, dass weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen bzw. (erneut) damit gerechnet wird, dass es generell zu Kürzungen kommt, von denen auch BNE betroffen ist. Es ist auch von einer „Finanzierungslücke“ (Bildungseinrichtung 2022) die Rede, es bräuchte mehr finanzielle Zuschüsse, dass sei schwierig infolge der Rahmenbedingungen von Corona und Ukrainekrieg. Die Spendenbereitschaft der Menschen gehe zurück, weil Spenden in Richtung Ukraine gehen, wird aus der Zivilgesellschaft (2022) eingeschätzt. Dadurch, dass finanzielle Mittel von BNE abgezogen werden, sei die BNE-Praxis „ein bisschen weniger geworden“ (Zivilgesellschaft 2022). In Einzelfällen haben sich die Ressourcen bzw. Prioritäten in der Kommune so verschoben, dass überhaupt keine Kapazitäten mehr für BNE zur Verfügung stünden (Zivilgesellschaft 2022).

Energieversorgung und Energiepreise

Eine der Auswirkungen des Ukrainekriegs war die sprunghafte Erhöhung der Energiepreise in Folge der Sanktionen gegen Russland und die Sicherstellung der Energieversorgung. Durch den Anstieg der Preise rückten existenzielle Fragen in den Vordergrund: Lebensmittel und Energie wurden teurer, und es kam zu einer erhöhten Sensibilisierung gegenüber Energieabhängigkeiten. In Bezug auf die globale Umstellung auf erneuerbare Energien wirke der Ukrainekrieg als Katalysator, Nachhaltigkeitsthemen würden fokussierter betrachtet, z.B. in Bezug auf Einsparungen, Effizienz oder Autarkie (Kommunalverwaltung 2022). Im Bildungsbereich habe die Energieversorgung viel mehr Präsenz erhalten und sei in der Prioritätenliste nach oben gerutscht (Bildungseinrichtung 2022). Teilweise gehe es auch um innovative Wege des Energiesparens, wie die Heruntersetzung der Temperaturen schon ab April oder kaltes Duschen in Sporthallen ab Mai (Bildungseinrichtung 2022). Das Thema Energie bekomme dadurch auch für den Bereich Nachhaltige Entwicklung Relevanz. 

Es wurde aber auch darauf verwiesen, dass aus der Not alte (nicht nachhaltige) Routinen, die mit BNE überwunden werden sollen, wie Atomkraft- und Kohlekraftwerke, wieder wichtig würden: 

„Kohlekraftwerke werden wieder hochgefahren und die Atomkraft steht wieder zur Diskussion“.

Kommunalverwaltung 2022

Der Ukrainekrieg berge ein Konfliktpotenzial, Energiekrise versus Klimadebatte, das auch Auswirkungen auf den Bildungsbereich habe (Volkshochschule 2022). 

Neue moralische bzw. politische Fragen

Durch den Ukrainekrieg wurden auch neue Fragen aufgeworfen und Debatten entfacht, die sich um unterschiedliche Probleme drehen. So wird der Ukrainekrieg generell als Beschleuniger für Auseinandersetzung mit Kriegs- bzw. Friedensthemen gesehen, der Krieg schaffe ein Bewusstsein, dass Frieden nicht selbstverständlich ist (Kommunalverwaltung 2022). Das Thema Frieden und Empathie wird dadurch stärker in den Fokus gerückt, die Nachfrage nach BNE-Angeboten in diesem Bereich steige. Mit Sorge wird die Positionierung von Deutsch-Russen zum Ukraine-Krieg gesehen: Hier werden in Zukunft Herausforderungen erwartet und es gibt Angst vor Spaltungen in Kommunen mit russischstämmigen Gemeinden (Politik 2022). Es wurde auch auf das ungeklärte Problem verwiesen, wie man mit russischen und ukrainischen Partnerstädten umgehen solle. Es wurde auch von Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen von Geflüchteten berichtet, die in Schulen aufgefangen werden müssen, denn Geflüchtete aus der Ukraine bekommen schneller eine Arbeitserlaubnis als Geflüchtete aus Syrien oder Afghanistan: "da gibt`s erste Klasse und zweite Klasse Flüchtlinge" (Bildungseinrichtung 2022). Die unterschiedlichen Aspekte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Positive Aspekte:

  • einige Kommunen waren auf Fluchtmigration vorbereitet (durch Erfahrungen von 2015/16)
  • Nachhaltigkeitsthemen werden fokussierter diskutiert (z.B. Sparen, Autarkie)
  • Beschleunigung der Auseinandersetzung mit Kriegs- und Friedensthemen

Ambivalente Aspekte:

  • Thema Ukrainekrieg ist noch ohne Einfluss
  • Keine Beeinträchtigung

Negative Aspekte:

  • (erneute) Verschiebung der Prioritäten (Bedeutungsverlust für Nachhaltigkeit, Klimawandel, BNE)
  • Aufnahme und Integration von (ukrainischen) Flüchtlingen als neue Priorität
  • Integration von Kindern und Jugendlichen in Bildungseinrichtungen als Herausforderung
  • Abordnungen von Personal
  • Kürzungen bei Personal und Finanzen
  • Erhöhung der Energiepreise
  • Spannungen zwischen Geflüchtetengruppen
  • Neue Spaltungen und Auseinandersetzungen
  • Fossile Energien und Atomkraft stehen wieder zur Diskussion

 

Akteursdifferenzierung

Differenziert auf Akteur:innensebene lassen sich die Befunde zum Ukrainekrieg wie folgt zusammenfassen: Akteur:innen aus der Politik berichteten vor allem von Krisenstäben und neuen bzw. anderen Prioritäten. Die Politik war ab 2022 erneut im Krisenmodus. Hier musste die Aufnahme und Integration ukrainischer Geflüchteter organisiert werden. 

Interviewpersonen aus den Kommunalverwaltungen berichteten von einem höheren Arbeitsaufwand und der Abordnung von Personal in Krisenstäbe bzw. für andere Aufgaben. 

Für die Bildungseinrichtungen stellte die Integration von Kindern und Jugendlichen in die Bildungseinrichtungen die zentrale Herausforderung dar. 

Die Zivilgesellschaft beklagt bzw. kritisiert den Bedeutungsverlust von Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel und BNE. Sie scheint auch am meisten unter den finanziellen Kürzungen zu leiden. Es wurde aber auch eingeschätzt, dass der Ukrainekrieg auf die Vereinsarbeit unmittelbar kaum Auswirkungen hat.

Zur Entwicklungsdynamik

Im Zeitverlauf von Interview-Welle I zu Interview-Welle II (zwischen denen nur ein bis eineinhalb Jahre lagen) ist ein vielschichtiges Bild zu erkennen. So wurde in Welle II z.T. von Fortschritten in Bezug auf die Digitalisierung berichtet aufgrund besserer Ausstattung, Gewöhnung an digitale Veranstaltungsformate und Bildungsangebote. Teilweise wurde berichtet, dass mit digitalen Bildungsangeboten mehr Menschen erreicht werden konnten, teilweise war davon die Rede, dass diese kaum auf Anklang stießen. Die Situation nach den Lockdowns war ein:

„Gefühl der Befreiung, öffentliche Veranstaltungen können wieder stattfinden“.

Kommunalverwaltung 2022

In der zweiten Welle wurde auch von Erschöpfung berichtet: Angesichts von „zwei Jahren Dauerkrise“ nehme die Motivation ab, sich mit großen Themen auseinanderzusetzen wie z.B. BNE (Kommunalverwaltung 2022). Nach den Lockdowns liefen die BNE-Prozesse wieder an, was aber zunächst auch zu Problemen führte, weil Prozesse neu gestartet werden mussten und das Personal überarbeitet war: „Alles, was liegen geblieben ist, soll nun nachgeholt werden“, das sei nicht zu schaffen und führe zu Frustration (Kommunalverwaltung 2022). 

Die Verfügbarkeit von Personal schält sich als generelles bzw. gravierendes (Zukunfts-)Problem heraus. Bei den Finanzen sieht die Situation ganz unterschiedlich aus: So gab es Kürzungen und Haushaltssperren, aber auch Weiterförderungen. Die Corona-Hilfen, speziellen Fördermittel und Kredite des Bundes und der Länder, scheinen sowohl während der Pandemie als auch während der „Energiekrise“ (Herbst/ Winter 2022) einiges abgefangen zu haben.

Fazit

Aus den zur Sprache gebrachten Aspekten lässt sich eine facettenreiche Bilanz ziehen, die keineswegs - wie zunächst vermutet - durchgehend negativ ausfällt.

Die Pandemie hat die BNE-Prozesse in den Kommunen unterschiedlich beeinflusst. Insgesamt wurden überwiegend negative Einflüsse berichtet, eine allgemeine Verunsicherung, Unwägbarkeiten in Bezug auf den weiteren Verlauf, Einschränkungen vor allem beim Personal und den Finanzen. In der Politik kam es zu einer Fokussierung auf mit Corona verbundene Aspekte, Bildung allgemein spielte eine Nebenrolle und BNE bekam weniger Aufmerksamkeit. Positive Aspekte beziehen sich insbesondere auf die Digitalisierung, die aber auch ambivalent gesehen wird, denn sie ersetzte nicht die direkten Kontakte. Außerdem wurde die fehlende Nachfrage nach digitalen BNE-Angeboten beklagt. Vereinzelt wurde auf die zusätzliche Legitimation durch die Coronakrise für BNE verwiesen, allerdings wurde dies nicht weiter spezifiziert. 

Die Kommunalverwaltung wurde unterbrochen, verlangsamt und verunsichert, sie konnte dank Homeoffice aber weiterarbeiten. Die rasche Digitalisierung war der positive Aspekt dabei, der auch anhaltend ist. 

Die Zivilgesellschaft wurde erheblich gestört, das Engagement stark eingeschränkt, teilweise kam es zum Erliegen: Es gab Auflösungen von Initiativen und Vereinen. Bildungseinrichtungen (einschließlich Volkshochschulen) waren während der Lockdowns geschlossen, digitale Angebote funktionierten nur z.T., Schüler:innen bzw. Adressat:innen konnten z.T. kaum erreicht werden. Es wurde aber auch berichtet, dass die Anzahl der Teilnehmenden gesteigert und neue Gruppen erreicht werden konnten. 

Die Politik funktionierte im Krisenmodus, sie war weitgehend durch die Organisation und das Management von Corona-Maßnahmen absorbiert. Bildungsthemen rutschten dabei in der Bedeutung (noch) weiter ab. Das zeigt etwa das Oberbürgermeister-Barometer des Deutschen Instituts für Urbanistik, wo das Thema „Bildung“ bei den „aktuell wichtigsten Aufgaben in der eigenen Stadt“ jeweils einen der letzten Plätze (von 10) belegte (vgl. DIfU 2016-2024). Während der Corona-Pandemie gehörte die „Aufrechterhaltung des Kita- und Schulbetriebs“ zu den untergeordneten „Herausforderungen für die Kommunalpolitik“ (DifU 2021, 2022). 

Die Corona-Pandemie war noch nicht ganz vorüber, als im Februar 2022 der Ukrainekrieg begann. Er stellte erneut ein verunsicherndes Thema dar, das in unterschiedlicher Weise in den Kommunen zur Herausforderung wurde. An erster Stelle ist hier die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu nennen, insbesondere auch von Kindern und Jugendlichen, die in Kitas und Schulen integriert werden mussten. Wie schon bei Corona kam es im Zuge der Fluchtzuwanderung erneut zur Abstellung von Personal für andere, dringende Aufgaben. Zu den Auswirkungen des Ukrainekriegs gehören auch Kürzungen bei Personal und Finanzen, die allerdings zum Zeitpunkt der Befragung zunächst nur befürchtet wurden und sich vermutlich erst im Zeitverlauf geltend machen (werden). Eine unerwartete Auswirkung war die plötzlich größere Rolle von Energiefragen, die „Energiekrise“, die sich auch in Form höherer Kosten in den Budgets, z.B. von Verwaltung und von Bildungseinrichtungen, niederschlägt. Der Ukrainekrieg hat auch neue moralische bzw. politische Fragen aufgeworfen, etwa den unterschiedlichen Umgang mit verschiedenen Gruppen von Geflüchteten oder die polarisierenden Positionierungen zum Ukrainekrieg. 

Im Oberbürgermeister-Barometer des DIfU avancierte die Geflüchtetenthematik 2022/23 zur „größten aktuellen Herausforderung“ der Kommunen, das Thema „Unterkunft/Integration Geflüchteter“ verdrängte die Themen Klimaschutz, Wohnen und Finanzen von den vorderen Plätzen (DIfU 2023). Im Folgejahr 2024 schob sich dann aber das Thema „Finanzen“ an die erste Stelle, vor „Unterkunft/Integration Geflüchteter“, das aber immer noch einen Spitzenplatz belegt, da weiterhin Geflüchtete nach Deutschland kommen, auch aus der Ukraine (DIfU 2024). 

BNE-Bemühungen werden in Krisen-Zeiten also durchaus herausgefordert: Übergreifend kann man sagen, dass die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg die BNE-Prozesse in den Kommunen in den Hintergrund gerückt haben. 

Gleichzeitig ist BNE aber genau der Ansatz, der in Krisenzeiten dringend gebraucht wird, um Akteur:innen zukunfts- und handlungsfähig zu machen. Die Interviews machen hier deutlich, dass die lokalen BNE-Akteur:innen keineswegs inaktiv waren. Sie arbeiteten unter erschwerten Bedingungen weiter und entwickelten teils neue Formate, Strategien und Allianzen. Von einigen Befragten wird eingeschätzt, dass auch während der krisenreichen Zeiten im Rahmen der kommunalen BNE-Prozesse viel geschafft wurde. Zwar habe es insbesondere durch die Lockdowns Einschränkungen gegeben, es sei aber trotzdem viel passiert etwa in Bezug auf kommunale BNE-Prozesse und Veranstaltungen. Zukünftig sollte daran gearbeitet werden, BNE krisenfester aufzustellen, um ihre Transformationskraft auch in instabilen Zeiten entfalten zu können.


Literatur

Deutsches Institut für Urbanistik (DIfU) (2016-2024): OB-Barometer, Berlin; unter: https://difu.de/ob-barometer.

Deutsche UNESCO-Kommission (2022): Corona-Pandemie verursacht globale Bildungskrise, unter: https://www.unesco.de/aktuelles/corona-pandemie-verursacht-globale-bildungskrise/, Zugriff: 29.4.2025.

Hartung, Manuel J.; Kerstan, Thomas (2021): Der nächste Bildungsabsturz, in: DIE ZEIT, N1. 41, unter: https://www.zeit.de/2021/41/bildung-deutschland-pisa-studie-bildungspolitik-ludger-woessmann-forschung; Zugriff: 20.5.2025.

Jakubowski, Peter (2020): Resilienz – Brauchen wir nach dem Corona-Schock neue Leitbilder für die Stadtentwicklung? In: Informationen zur Raumentwicklung, H. 4, S. 16-29.

Klauth, Jan (2022): Land ohne Lehrer – jetzt eskaliert die deutsche Bildungskrise, in: Die Welt, 31.5.2022; unter: https://www.welt.de/wirtschaft/plus239046797/Land-ohne-Lehrer-jetzt-eskaliert-die-deutsche-Bildungskrise.html; Zugriff: 29.4.2025.

Tooze, Adam (2022): Zeitenwende oder Polykrise? Das Modell Deutschland auf dem Prüfstand, Schriftenreihe der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung; H. 36, Berlin; https://willy-brandt.de/wp-content/uploads/bwbs-h36-online.pdf; Zugriff: 15.4.2025. Verlag oder Zeitschrift oder Quelle.

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| Dieter Rink